Mittwoch, 30. Mai 2018

Conflicts as Chances for Positive Changes

Eine Rückbegegnung im März 



Geflüchtete gibt es natürlich nicht nur in Deutschland: als wir im Herbst 2017 zu einer deutsch-ukrainischen Begegnung in der Nähe von Lviv (Lemberg) in der Ukraine waren, da stand die Situation der Binnenflüchtlinge im Mittelpunkt des Programms. Binnenflüchtlinge, das sind die Menschen, die von der russisch besetzten Krim und aus dem Kriegsgebiet im Südosten der Ukraine in andere Landesteile geflüchtet sind und sich jetzt dort ein neues Leben aufbauen müssen. Sie waren Teilnehmende und Referent*innen dieses Begegnungsprogramms und am Ende fragten die ukrainischen TN natürlich: „Und wie geht Ihr mit den vielen Geflüchteten um, die Deutschland aufgenommen hat?“ Damit war das Thema für die Rückbegegnung gesetzt, die im März 2018 dann in der Evangelischen Jugendbildungs- und Begegnungsstätte Hirschluch stattfand.

Weil wir nicht nur über Geflüchtete reden wollen, sondern mit ihnen; weil sie Expert*innen in eigener Sache sind und am besten wissen, wie die deutsche Mehrheitsgesellschaft ihnen begegnet; und weil sie genauso junge Menschen sind mit dem Wunsch nach Begegnung, Gespräch, Spiel und Spaß, deshalb haben wir dafür gesorgt, dass die Hälfte der „deutschen“ Gruppe bei dieser Begegnung aus Geflüchteten bestand. Sie kamen aus Dagestan (Russische Föderation), Syrien und Palästina, waren unterschiedlich lange schon in Deutschland und leben in meist kleineren Orten in Brandenburg. Sie lernen fleißig Deutsch, holen Schulabschlüsse nach und waren bereit, Auskunft zu geben, ihre Erfahrungen mit der Gruppe zu teilen. Gemeinsam besuchten wir auch eine Flüchtlingsunterkunft: ALMA in Fürstenwalde, die Clearingstelle für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Manche aus unserer Gruppe fühlten sich erinnert an die ersten Tage und Wochen nach der Ankunft in Deutschland.
Bei einem Ausflug nach Berlin ließen wir uns von einem geflüchteten Syrer durch seinen Kiez führen und lernten die deutsche Hauptstadt aus einer etwas ungewöhnlichen Perspektive kennen. Eine Diskussion über die Bedingungen erfolgreicher Integration mit einem jungen Mann stand unter dem Motto: „Wie aus einem 11jährigen Flüchtlingsjungen aus Afghanistan der Prinz von Persien wurde“: als 11jähriger Junge Anfang der 90er Jahre ohne Familie nach Deutschland gekommen, hat er mit Energie und eisernem Willen seinen Weg gemacht, die Schule erfolgreich bestanden, eine Ausbildung abgeschlossen, eine eigene Wohnung und inzwischen auch die deutsche Staatsbürgerschaft; als „Prinz von Persien“ trat er mit einer eigenen Show in einem Sauna-Club auf und gewann damit Preise bei internationalen Wettbewerben.
Nicht ausgelassen haben wir die Konflikte, Beschimpfungen und Angriffe, denen Geflüchtete hier in Deutschland manchmal ausgesetzt sind. Abgeschlossen wurde die Begegnung mit einem zweitägigen Forumtheater-Workshop, bei dem es genau um solche Konflikte ging und die Frage im Mittelpunkt stand, wie man in einer emotional aufgeladenen Situation von Hass und Gewalt eingreifen, deeskalieren und sich auf die Seite der Schwächeren stellen kann. Schließlich war der Titel der ganzen Veranstaltungsreihe: Conflicts as Chances for Positive Changes, die von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft maßgeblich finanziert wurde.

Mittwoch, 16. Mai 2018

Ausbildung zur Jugendgruppenleiter_in in Flecken Zechlin


In den Tagen vom 18-24. 02 2018 absolvierten  13 Jugendliche die JuLeiCa- Ausbildung in Flecken Zechlin. Die Teilnehmer_innen erfuhren eine Mischung  verschiedener Methoden wie Gruppenarbeit, Rollenspiele und Diskussion. Diese dienten der Vermittlung und Erarbeitung theoretischer Inhalte, die anhand alltäglicher Situationen der Kinder- und Jugendarbeit  diskutiert und reflektiert wurden. Hierbei stand die Verbindung von theoretischer Ebene und praktischer Anwendung besonders im Vordergrund. Außerdem wurden Themen wie Kommunikation, Diskriminierung, Rassismus sowie Gender besprochen und der Einsatz von möglichen Methoden der non-formalen Bildung kritisch ausgewertet. Die Jugendlichen lernten eine Vielzahl von Warm-Ups sowie Feedbackmethoden kennen.
Alle Teilnehmerinnen haben die JuLeiCa-Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und sich für die zukünftige Arbeit mit Kinder- und Jugendgruppen qualifiziert. Alles in Allem war es eine gelungene Woche!



Mittwoch, 9. Mai 2018

Fußballcamp in Heinersdorf

Ein Schuss, ein Tor !


27 sportbegeisterte Kinder kickten in den Osterferien in Heinersdorf um die Wette. Dabei stand der Spaß um das runde Leder im Mittelpunkt. Mit dabei war erstmals auch Ernis Hoxha aus Albanien. Ernis ist schon seit 2015 in Deutschland uns spielt aktiv im Verein Blau Weiss Heinersdorf 1990 e.V in der D-Jugend. Alle Jungs und Mädchen stellten ihr Können in Technik, Ausdauer, Kraft und Taktik unter Beweis und verbesserten dieses in den 4 Ferientagen. Eingeteilt nach Leistungsgruppen wurde an der Taktik und Technik gefeilt, die Schussstärke und -genauigkeit verbessert und viele Trainingsspiele durchgeführt. Die Einheiten schlossen neben der Erwärmung, Techniktraining und Spielen immer einen Schwerpunkt ein wie z.B. Dribbling, Finten, Passen, Flanken, Köpfen oder Schusstechniken. Kleinfeldspiele gehörten genauso dazu, wie die Ermittlung des Torschützenkönigs und des Elfmeterkillers. Spielerisch wurden Fairness und Teamgeist vermittelt und der Spaß am Fußball stand stets im Vordergrund des Programms. In den Pausen, wenn die Beine dann doch mal müde wurden, gab es weitere Spielmöglichkeiten wie zum Beispiel Federball oder Kartenspiele.
Am Donnerstag besuchten die Kinder nach der Vormittagseinheit das Schwapp in Fürstenwalde. Auch hier haben die Kids eine Menge Spaß gehabt.
Höhepunkt war mit Sicherheit das gemeinsame Abschlussspiel gegen die Eltern am Freitagnachmittag. Hier zeigte sich das neu Erlernte und die Kinder gewannen haushoch.
Die Tip-Top-Fußballschule vom ausgebildeten und erfahrenen Trainer Rene Schwarze ist seit Jahren in den Osterferien zu Gast in Heinersdorf. Der Edgar-Schäfer-Sportplatz mit seinem neuen Multifunktionsgebäude bietet nun die besten Voraussetzungen, um die 4 Tage Fußball für die Kinder unvergesslich zu machen.
Die Möglichkeiten der angebotenen Ferienfreizeiten in der Stadt sind durch den fehlenden ÖPNV in den Ferien für die in Heinersdorf lebenden Kinder stark eingeschränkt. Daher wird dieses Angebot gerne von den Kindern angenommen.





4 Tage Fußball pur – 2019 sehen wir uns wieder !