Mittwoch, 12. September 2018

„Gemeinsam unterwegs“

Outdoor-Maßnahme am 23.07.2018

Reise nach Lübben zum Klettern :


Wir waren 10 Menschen aus Finsterwalde, Jugendliche von 14 bis 27 Jahre alt. Wir haben uns in der Hauptbahnhof getroffen,damit wir alle zusammen nach Lübben fahren konnten.Wir haben den Zug genommen .
Danach nahmen wir andere Jugendliche mit. Dort gab es Flüchtlinge aus verschiedenen Ländern. Insgesamt waren wir 17 Jugendliche. Im Lübben machten wir eine Runde durch der Fluss . Es gab besondere Restaurants und Plätze in den Fluss, sodass die Kindern schwimmen konnten.Das war ganz toll .Die Menschen in Lübben sind Nett und freundlich.
Dann sind wir in der Kletterwald-Lübben angekommen .
Es gab Stufen für verschiedene Altern, damit alle Jugendliche klettern können.
Alle Jugendliche hatten dort sozusagen Spaß und Aktion.
Nach 3 oder 4 Stunden sind wir zum Diakonie in Lübben zurück gekommen. Und dort aßen wir Pizza .Es gab viele verschiedene Sorten von Pizza und Saften , damit wir in der Lage sind ,das Essen genießen konnten.Dann sind wir mit dem Zug gefahren und um 20:00 sind wir in Finsterwalde zurück gekommen.

Dieser Tag war toll und hatten wir alle schöne Erinnerungen gesammelt und Lebensfreude gehabt.




Israa Hadla









Mittwoch, 5. September 2018

14. Internationale Jugendkunstsommer vom 05.08. bis 11.08.2018

Frieden ist das Wichtigste. Ohne Frieden ist alles nichts.




In der DGB-Jugendbildungsstätte Flecken Zechlin fand der 14. Internationale Jugendkunstsommer vom 05.08. bis 11.08.2018 mit 50 Jugendlichen aus 6 Nationen statt. In 7 Workshops erprobten sie Ihre Fähigkeiten und bereiteten sich bei saunaähnlichen Temperaturen auf die gemeinsame Präsentation am Freitag den 10.08.2018 vor. Auch in diesem Jahr wurde eine Theaterperformance, ein Film, Graffitibilder, Tanzchoreographien, Musikproduktionen, Holzskulpturen und zum ersten Mal Druckerzeugnisse erarbeitet, was so schweißtreibend im subtropischen Flecken Zechlin war, dass die TeilnehmerInnen mehrmals täglich zur Abkühlung ins Wasser gesprungen sind. Um allen den Badespass zu ermöglichen wurde der Rettungsschwimmer täglich gebucht. Das Thema in diesem Jahr war „Frieden“. Angesichts einer unsicherer werdenden Weltlage machten sich die Jugendlichen Gedanken über Frieden im Großen wie auch im Kleinen. Theresa aus dem Musikworkshop denkt an Ruhe und eine gemeinsame Zeit mit Menschen, die sie mag, wenn sie das Wort Frieden hört.

Sameer (19) aus Syrien, der sich für den Tanzworkshop entschieden hat, sagt, dass er ohne Frieden in seinem Land nicht erforschen kann, ob sein Vater noch lebt, den er seit Jahren nicht gesehen hat. Er wünscht sich endlich Frieden in seinem Land.
Als die Präsentation am Freitag näher rückte und das Lampenfieber einsetzte, begannen die TeilnehmerInnen ihre Werke zu verfeinern und einen Rahmen für die Präsentation zu entwerfen. Pünktlich um 18 Uhr fanden sich die Besucher ein, die von den TeilnehmerInnen freudig begrüßt wurden. Traditionell trat der Musikworkshop mit seinen Songs als letztes auf, um nach dem Konzert gleich in eine große Partie überzuleiten. Es war eine intensive Woche mit vielen Begegnungen untereinander. Der Kontakt zwischen polnischen, tschechischen Jugendlichen und den Geflüchteten ist aufgrund der sprachlichen Hürden erfahrungsgemäß etwas gedämpfter. In diesem Jahr waren diese Hürden nicht wahrnehmbar und es war einfach selbstverständlich wie diese Gruppen miteinander umgingen und ins Gespräch kamen. Am Samstag erfolgte die Auswertung und die Abreise. Der Abschied voneinander fiel sehr schwer.

JuLeiCa- Ausbildung mit Extremen



Wie jedes Jahr, fand an zwei Wochenenden im Jahr unsere Ausbildung zum Erwerb der
Jugendleitercard (JuLeiCa) statt. Seit 4 Jahren bieten wir in Kooperation mit NaJu und
BUNDjugend Brandenburg diese Schulung für Interessierte an. Die JuLeiCa berechtigt Jugendliche ab 16 Jahren, als Jugendleiter*in/Teamer*in mit auf Jugendfreizeiten zufahren und eine verantwortungsvollere Rolle dabei einzunehmen. Aber auch für Erwachsene, die selber Jugendgruppen leiten, ist die JuLeiCa eine gute Möglichkeit sich weiterzubilden und sich in den Punkten Jugendschutzgesetzt, Konfliktbewältung, Gruppendynamik und Naturpädagogik auf den neuesten Stand bringen zulassen.

Dieses Jahr gab es jedoch ganz besondere Bedingungen mit denen wir zurechtkommen mussten. Nämlich die Wetterextreme. Während es bei unserer ersten Einheit im März schneite, wir mit Minusgraden zu kämpfen hatten und die Holzöfen im Dauerbetrieb hielten, herrschten am zweiten Wochenende im April sommerlich warme Temperaturen. Während man sich im März zu den theoretischen Einheiten erst in die Räumlichkeiten der SpreeWald-Werkstatt der NaJu in Alt Schadow zurückzog, um sich am großen Kachelofen zu wärmen, suchte man sich nur vier Wochen später ein schönes schattiges Plätzchen für die Theorie- und Praxiseinheiten. Doch diese Temperaturunterschiede taten den 24 Teinehmer*innen von 16 bis 52 Jahren keinen Abbruch.

Nach jeder theoretischen Einheit, deren Inhalt sowohl von Referenten der BUNDjugend, als auch von der NaJu und der NaturFreundeJugend vermittelt wurden, gab es immer Möglichkeiten, das erworbene Wissen innerhalb von Rollenspielen zu testen.

Weil Gruppen- bzw. Jugendarbeit auch Spaß machen soll, wurden den Teilenehmenden ein großes Spektrum an Aktions- und Teamspielen vermittelt. Natürlich wurden alle Spiele auch ausprobiert und auf Herz und Nieren überprüft, in welcher Situation sich welches Spiel am besten eignet.

Das schöne Wetter auf der zweiten Schulung, wurde auch außerhalb der

Wissensvermittlung genutzt. Gekocht, gegessen und entspannt – die wärmende Sonne wurde zu jeder Zeit und zu allen Situationen genossen. Nebenbei wurden auch ein paar Arbeitseinsätze erledigt, wo jeder mitanpacken konnte. Holz hacken, Beete anlegen Kräuter für die nächste Malzeit sammeln. Für jede*n gab es die passende Aufgabe. Auch die Kajaks und die neuen Kanus, die in die Spree-Wald-Werkstatt eingezogen sind, durften auf dem Neuendorfer See ausprobiert werden.

Von uns, der NFJ, kamen sieben Anmeldungen für die JuLeiCa- Ausbildung gefreut hat uns besonders, dass zwei junge Männer aus Afghanistan mit viel Engagement und Elan teilgenommen und sich toll integriert haben.

Grit Gehrau und Rebecca Büttner

Glückskinder. Projekt für Kinder aus Brandenburg und Berlin


Vom 10.05. bis zum 13.05.2018 waren 16 Kinder, mit dem HochDrei e.V. und der Naturfreundejugend Brandenburg, in der Bildungsstätte Hochlland des HochDrei e.V. ,  dem Glück auf der Spur.



Das Ziel des Projektes war die Beschäftigung mit dem Thema Glück als ein unmittelbares Gefühl des Menschen und die Arbeit an Fragen rund um das „glücklich sein“. Die Beschäftigung mit dem Thema sollte zu einem verantwortlichen Umgang mit sich selbst und mit anderen führen. Dabei sollten Erfahrungsräume der Kinder geöffnet werden, in denen sie:

- sich selbst als wertvolle Persönlichkeit erfahren und eigene Stärken erkennen

- Selbstständigkeit erfahren und üben,

- Neues entdecken und lernen,

- sich als Teil einer Gemeinschaft erleben und Geborgenheit erfahren

Das Projekt wurde für Kinder mit Wohnsitz in Brandenburg und Berlin ausgeschrieben, mit der Berücksichtigung, dass die Hälfte der teilnehmenden Kinder aus Familien mit Fluchtbzw. Migrationskontext kommen soll. Die Akquise erfolgte durch Unterstützung von Frau Grit Gehrau, die die Familien in Teltow und Stahnsdorf angesprochen hat und beim Ausfüllen des Anmeldeformulars und bei der Organisation von der An- und Abreise unterstützt hat. An dem Projekt haben 16 Kinder teilgenommen. Alle Kinder wohnen zur Zeit in Brandenburg. Dabei waren Kinder mit folgenden Muttersprachen: Arabisch, Tschetschenisch und Farsi. Bei der Konzeption und Durchführung der Projekttage hat das Leitungsteam sich bemüht, die Lebenssituation der teilnehmenden Kinder zu berücksichtigen.

Bei der An- und Abreise zur Bildungsstätte des HochDrei e.V. in Potsdam wurden die meisten teilnehmenden Kinder aus Übergangswohnheimen von einer Honorarkraft des HochDrei e.V. begleitet. Einige Kinder wurden von ihren Eltern nach Potsdam gebracht und abgeholt. Einige von den teilnehmenden Kindern haben bereits an dem Bildungsprogramm des HochDrei e.V. teilgenommen, andere waren zum ersten Mal alleine ohne ihre Eltern bzw. ihre Geschwister unterwegs. Die sprachliche Heterogenität der Gruppe sowie individuelle erfahrungsbedingte Bedürfnisse der teilnehmenden Kinder stellten die Herausforderungen während der Durchführung der Projekttage dar.

Das Projekt hat zum zweiten Mal stattgefunden. Bereits im Sommer 2017 hat im Rahmen von HochDrei e.V. ein ähnliches Projekt stattgefunden. Auch in diesem Jahr hat das Projekt die gleiche Teamerin das Programm durchgeführt.

Das Thema „Glück“ erwies sich als sehr passend für diese Zielgruppe. Die einzelnen Programmpunkte bereiteten den teilnehmenden Kindern Freude, besonders die Selbstorganisation wurde von den Teilnehmenden gut bewertet. Hier war es wichtig zu betonen, dass das Team von einer Person in der Selbstorganisation unterstützt wurde. Auch die Ausflüge in Potsdam haben den Kindern große Freude gemacht. Das Programm beinhaltete Einheiten, in denen im Plenum und in der Kleingruppenarbeit Ideen zum Thema „Glück“, „glücklich sein“ gesammelt und ausgetauscht wurden. Auf dieser Basis fanden jeden Tag verschiedene Workshops (z.B. Basteln, Bildcollagen, Backen) statt. Die Bastelangebote ermöglichten den Kindern, eigene Interessen zu entdecken und sich darin zu erproben. Spiele und Ausflüge vermittelten Freude an Bewegung und Abenteuerlust sowie das Gruppengefühl förderten. Bei zukünftigen Projekten wäre gut zu berücksichtigen, dass nicht so viele Kinder aus einer Einrichtung (Übergangswohnheim/Gemeinschaftsunterkunft) am gleichen Projekt teilnehmen, damit die teilnehmenden Kinder auch andere Kinder kennenlernen und sich neu erleben könnten. Im Fall dieses Projektes waren sehr viele Kinder aus gleichen bzw. benachbarten Einrichtung, dadurch haben sie auch alte Konflikte mitgebracht, die das Team nicht auffangen konnte, die jedoch in das Stimmungsbild der Gruppe beeinflusst haben.




Schachcamp in Heinersdorf



Schach und viel Bewegung!

Schachtraining, Sport und Spiel und jede Menge Badespaß – so lassen sich die 5 Tage Schachcamp in Heinersdorf gut zusammenfassen. 8 Jungen im Alter von 10-15 Jahren versuchten sich in den Sommerferien auf dem Schachbrett. 3 dieser Teilnehmer waren in Heinersdorf lebende Flüchtlingskinder aus Syrien und Albanien. Zusätzlich bekamen wir regelmäßig Besuch von Kindern aus dem Dorf – diese wurden natürlich nicht weggeschickt, sondern durften an den Angeboten teilnehmen. Das in diesem Jahr eröffnete Vereinsgebäude bot gute Voraussetzung für die Kombination Schach und Sport, der Sportplatz lag direkt vor der Tür. Erstmalig wurde, aufgrund der kleineren Teilnehmeranzahl ein Ausflug nach Storkow möglich. Am Dienstag fuhren wir gegen Mittag ins Irrlandia und genossen die Möglichkeiten der Mitmachangebote. Es war ferienbedingt proppevoll, dennoch musste man nirgends lange anstehen und die Zeit verging eigentlich wie im Fluge. Für den Mittwoch und Donnerstag wünschten sich unsere Nachwuchsspieler jeweils einen DVD-Abend und der sonst stattfindende Nintendoabend war erstmals gar kein Thema mehr. Unser Lagerfeuer musste aber sein, für das alle zuvor im Wald Holz gesammelt hatten.

Für den Donnerstag wurden zusätzlich Schachspieler vom SV Briesen und von der BSG Pneumant eingeladen, die in mehreren Durchgängen gegen Nachwuchsspieler auf den 64 Felder kämpften. Alles in allem endeten die Begegnungen Alt gegen Jung unentschieden. Am Freitag wurde ein Simultanspiel für Tobias eingeplant. Tobias spielte doppelrundig mit einer Bedenkzeit von 15 bzw. 30 Minuten je Partie. Das Ergebnis spiegelt seine Überlegenheit wieder. Mit 14,5:0,5 Punkten (ein Remis für Oliver) war er zufrieden.

Hitzebedingt lehnte die Mehrheit große Fahrradtouren, z.B. zur Ausstellung nach Steinhöfel, oder auch den Bau eines Tipi´s ab. Auch die Besichtigung der Milchviehanlage Behlendorf und des Töpferstudios fand nur eine geringe Anhängerschar. Erstmals gab es auch für den Reiterhof nur wenig Nachfrage. Das verwundert vielleicht ein wenig, aber Langeweile kam gewiss nicht auf, denn auch die Teilnehmer hatten mit Pokerkoffer, Werwolfkarten, Wikingerschach und anderen Spielen für sehr viel Abwechslung vorgesorgt. Bei allen Spielen fiel sowohl die Sprachbarriere, die Spielstärke- und der Altersunterschied kaum ins Gewicht.

Als Zeltlager ist das Thema WETTER immer von Bedeutung. Und natürlich hatten wir WETTER, und zwar richtig angenehmes. Es war an allen Tagen angenehm warm und die Regenschauer taten nichts zur Sache, da wir entweder schliefen oder gerade am Trainieren waren.

„Eigentlich war das Camp viel zu schnell vorüber“, reflektierten die Kinder. „Allerdings wären zwei Wochen wieder zu lange.“ Der Mix aus Schach und vielerlei Anderem kam einfach gut an. Für unsere Flüchtlingskinder war dieses Camp eine ganz neue Erfahrung, da ihnen solche Ferienangebote oder -freizeiten bisher nicht bekannt waren. Die Freizeitmöglichkeiten auf dem Dorf sind begrenzt und eine Möglichkeit die Angebote in der Stadt zu nutzen, ist bedingt durch den fehlenden öffentlichen Nahverkehr ebenfalls sehr eingeschränkt.

Alle Teilnehmer durften sich am Freitag ein Andenken aussuchen - sie konnten zwischen Schachkarten, dem Spiel „Schachen“, einem Schachkalender für 2019 und Schokoschachfiguren auswählen. Über diese „Erinnerungsstücke“ freuten sich besonders Fares, Achmad und Ernis.

„Die ganze Welt – ein Zirkuszelt“


Ferienspiele im „Alten Forsthaus“ in Kolkwitz vom 09.07.2018-13.07.2018


Eine Ferienfreizeit des Naturschutzverein Großgemeinde Kolkwitz e.V. und dem Happy Bibo e.V.
Im Zirkus entsteht ein tolles Programm, wenn viele Menschen, oft aus unterschiedlichen Ländern, zusammen wirken. Da schwirren viele Sprachen hin und her, Artistensprache ist jedoch Englisch. Da gibt es exotische Kostüme, Einblicke in andere Kulturen, fremde Düfte - alles das ist spannend!
Unser kleines Sommerferienlager hatte aus diesem Grund dieses Jahr das Thema Zirkus. 20 Kinder, zwischen 7 und 14 Jahren folgten unserem Aufruf. Wir hatten Gäste aus der Ost- Ukraine, dem Gebiet Lugansk, das gerade schwer unter Krieg gelitten hat. Auch Flüchtlingskinder aus Afghanistan und Syrien, welche schon seit längerer Zeit, ein neues Zuhause in unserer Gemeinde gefunden haben, begrüßten wir zu unserer Ferienfreizeit. Wir wollten es schaffen, einen multikulturellen Mix herzustellen. Damit das gelingt, standen neben verschiedenen artistischen Spielen und Aktionen und auch Sprachen verschiedener Länder im Fokus.
Jeden Tag lernten wir etwas über eine andere Sprache. Vom russischen Lied, dem eigenen Namen in arabischer Schrift, englischen Vokabeln für verschiedene Lebensmittel oder deutschen Besonderheiten, wurde so einiges an Wissenswertem vermittelt. Aber es waren ja Ferien und neben dem Lernen sollte der Spaß nicht zu kurz kommen. Wir besuchten einen alten Bunker aus Warschauer-Pakt-Zeiten und einen Badesee in der Nähe.
Für den artistischen Teil, wurde mit Bällen und Tüchern jongliert, Teller gedreht, Diabolos balanciert und durch die Luft geworfen. Ein Zirkustanz, bei dem alle Kinder miteingebunden waren und ein Hochseil (Slackline) im Wald, waren dabei die artistischen Höhepunkte. Diese wurden während der Woche geprobt und in einer Aufführung am Freitag interessierten Eltern vorgeführt.