Mittwoch, 17. Juli 2019

Ein Nachmittag in Lübben am 01.07.2019

Wer dabei war, weiß schon alles, und wer nicht dabei war, muss sich sagen lassen, dass er wirklich was versäumt hat!!!

Wir trafen uns gegen 13:00 Uhr im Kletterwald Lübben, wo wir Einweisungen übers Klettern bekommen haben. Kurz gesagt: Herrliches Wetter, toller Kletterwald, tolle Leute, witziges Abenteuer. Wir fingen mit Klettern an und bekamen dafür 2,5 Stunden Zeit. Wir haben was Schönes gemacht und erlebt und gleichzeitig haben die Betreuer von uns viele tolle Fotos gemacht. Es war schwierig über die einzelnen Routen von Baum zu Baum zu wechseln aber jeder war gut gesichert, dass wir es mit Sicherheit geschafft haben. Hier mein erster Dank an das Team des Kletterwaldes Lübben, die mit ihrer freundlichen Art dazu beitrugen, dass dieser Nachmittag ein Erfolg wurde. Nach dem Klettern sind wir mit dem Kahn gefahren und dabei haben wir uns die schöne Stadt Lübben angeschaut. Der Fahrer erzählte uns viele wundervolle Sachen über die Stadt. Es hat eine Stunde gedauert und war so ein großartiges Ereignis. Am Ende waren alle ziemlich hungrig, sodass wir Pizza gegessen haben. Es gab viele verschiedene Sorten von Pizza, die richtig lecker waren. Gegen 19:00 Uhr waren alle mit dem Essen fertig. Dann wurde der Platz aufgeräumt und wir haben uns alle verabschiedet. Es hat echt viel Spaß gemacht. Mein zweiter Dank an die Leute, die diesen tollen Tag organisiert haben.



09.07.2019 Dalal



Donnerstag, 11. Juli 2019

Come together- Wo Sport auf Kultur trifft



Das Projekt führten wir mit dem Titel „Come together- Wo Sport auf Kultur trifft“ zum dritten Mal durch. Dabei war ein Schwerpunkt die Zusammenführung von deutschen und geflüchteten Jugendlichen in einem Projekt, um sich speziell der Bewegung, Begegung und des kulturellen Austausches in einem zweiteiligen Projekt widmen zu können. In einem erlebnispädagogischen Setting fanden jeden Tag bewegte Herausforderungen statt, die mit Leichtigkeit die Teilnehmer_innen (TN) zusammen brachten. Sprache spielte dabei eine untergeordnete Rolle, da für das Meistern der Übungen eher Kreativität und Teamwork gefragt waren. Ob auf dem Niedrigseilparcours, im Wald oder am Wasser – alle TN kamen gut miteinander aus und hatten viel Spaß miteinander. Ein großer Vorteil war, dass sich einige TN aus anderen Projekten kannten und somit das Kennenlernen leichter fiel. Grundsätzlich ist zu erwähnen, dass sich eine tolle Stimmung innerhalb der Gruppe entwickelte. Schön zu sehen war, mit welcher Leichtigkeit sich die doch fremden Jugendlichen neben und miteinander organisieren konnten. Vor allem die sportlichen Angebote wurden gern angenommen, vielleicht gerade weil wir die TN in den Teams immer neu gemischt haben. So gab es Angebote von Fitness, Fußball, Volleyball,Hockey, Klettern, Schatzsuche, Nachtwanderung und vieles mehr. Jeder Tag begann mit einer Sprachanimation, um die Teilnehmer_innen an die verschiedenen Sprachen heranzuführen, die im Projekt vertreten waren. Grundsätzlich wurde im Projekt aber deutsch gesprochen.

Nach dem die Woche sehr bewegt angelegt war und alle Aktionen der Gruppenfindung dienten, wurde das Wochenende direkt unter dem Blickwinkel der Besonderheiten der anwesenden Kulturen geplant. Neben vielen bewegten Herausforderungen, die die gruppendynamischen Prozesse positiv unterstützten, gab es viel Austausch und Fragen zu den Kulturen. Gerade Fragen rund um die Familie, Liebe und Sexualität fanden die Jugendlichen spannend und das Dozententeam hat diese Themen sehr gut in Übungen oder Spiele eingebaut. Die Gruppe war nun arbeitsfähig, sich intensiv mit den sieben Nationalitäten zu beschäftigen. Dazu hatten wir den kompletten Samstag genutzt, um alle Teilnehmer_innen in Kleingruppen verschiedene Inhalte des kulturellen Abends vorbereiten zu lassen. Der Abend selbst war sehr gelungen, da wir ein reichhaltiges Buffett mit Speisen aus den Ländern aufgetischt hatten, die Jugendlichen Gegenstände aus ihrer Heimat vorstellten und alle zusammen landestypische Tänze erleben durften. Es war eine total schöne Stimmung an dem Abend und auch am nächsten Tag war der Erfolg des Projektes beim Abschied spürbar. Tränenreich lagen sich viele Teilnehmer_innen bei der Verabschiedung in den Armen.



Erfolge und Auswirkungen:

Aus den Auswertungen der Teilnehmenden war zu entnehmen, dass die Woche sehr gelungen war und sie sich wohl mit den Anderen fühlten. Die Gruppe hatte viel Spaß miteinander, hat viel gemeinsam ausprobiert und sich gut auf das Thema eingelassen. Alle TN waren sehr bemüht, trotz unterschiedlicher Herkunftsländer mit den anderen auszukommen und voneinander zu lernen. Ein Ziel des Projektes war es, mit viel Freude und Bewegung und das Wissen über andere Kulturen zu stärken. So konnten sich deutsche und geflüchtete Jugendliche wirklich mal kennen lernen, da sie rund um die Uhr miteinander zu tun hatten und alle Aktionen gemeinsam erlebt haben. Gerade kleinere Unterschiede in den Kulturen, wie Momente der Begegnung und Momente des Essens waren ein Thema, was gut aufgegriffen und diskutiert werden konnte. Warum sind bestimmte Verhaltensweisen in den Kulturen anders? Welche Ursprünge gibt es und vor allem welche Gemeinsamkeiten? Viele kleine Fragen konnten gestellt und auch durch die TN beantwortet werden. Alle gruppendynamischen Prozesse der Woche verliefen ohne große Schwierigkeiten zwischen den TN.



Spannend war an dem Projekt- Wochenende, dass wir nicht nur erlebnispädagogisch wirken mussten, sondern auch thematisch das Thema „Kultur“ bearbeitet haben. Auch diesen Teil des Projektes können wir als sehr gelungen bewerten, da in kurzer Zeit doch viel Wissen über Religionen und auch Werte des Zusammenlebens in Deutschland vermittelt werden konnte. Schön war für uns als Dozenten-Team zu sehen, dass das Thema auch mit Interesse bei jungen Menschen besetzt ist und es da viel Wissen, aber auch viele Fragen gab. Gerade bestimmte Werte konnten in den verschiedensten Momenten aufgegriffen und erlebbar gemacht werden.

Wertschätzend und mit viel Freude haben die Teilnehmer_innen z.B. neue Kontakte geknüpft, die sie über das Projekt hinaus pflegen möchten. So sind kleinere Freundschaften entstanden, die hoffentlich weiterhin Früchte tragen. Grundsätzlich können wir sagen, dass die Projektziele erreicht wurden, was ja auch von allen in der Auswertung bestätigt wurde. Außerdem versuchen wir und insbesondere der KSB Kontakte zu Sportvereinen zu knüpfen, um Wünsche der Jugendlichen nach Integration erfüllen zu können.

Als Ergebnis des Projektes ist ein Comic entstanden, in dem das Projekt von den Jugendlichen in Bildern verewigt wurde. Nach dem Druck wird er an alle Teilnehmer_innen,Geldgeber und Partner und alle versendet.

„ Ferienwerkstatt „ Ich will was von der Welt“

An der Ferienkreativwerkstatt „Ich will was von der Welt“ vom 30.6-7.7.2019 haben 30 Jugendliche im Alter von 12-18 Jahren teilgenommen, darunter 17 Jungen und 13 Mädchen, die von insgesamt 5 Teamer_innen der Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein betreut wurden. Diese Aktivität wurde frei ausgeschrieben und wir hatten Teilnehmende aus Berlin und Brandenburg. An dieser Maßnahme haben 15 Jugendliche mit Fluchterfahrung teilgenommen, 3 davon aus Brandenburg. Die geflüchteten Jugendlichen haben unterschiedliche Migrationserfahrungen gemacht und sind seit unterschiedlichen Zeitpunkten in Deutschland. Die soziale Zusammensetzung der Gruppe der Jugendlichen ohne Fluchterfahrung war sehr heterogen, einige der Teilnehmenden wohnen zurzeit in Jugendhilfeeinrichtungen, andere in klassischen Familienkonstellationen, andere wieder in Patchworkfamilien. Diese unterschiedlichen Hintergründe bildeten die Herausforderung, die Teilnehmenden zu einer Gesamtgruppe zusammenzuführen, auch insbesondere die Jugendlichen mit und ohne Fluchterfahrung. Dies ist mittels erlebnispädagogischer und anderer teambuildender Aktivität gelungen und es entwickelt sich sehr schnell ein Gesamtgruppengefühl.

Ziel der Ferienkreativwerkstatt „Ich will was von der Welt“ war es, die Jugendlichen zum Erkennen und Eintreten für ihre Interessen zu befähigen und so einen Beitrag zur gesellschaftlichen Teilhabe zu leisten. Dieses sollte verbunden werden, den teilnehmenden Jugendlichen eine schöne, erlebnisreiche und aktive Ferienwoche zu ermöglichen. Es ging darum, während der Woche partizipative und demokratische Entscheidungsfindungen zu (er)leben und diese auf den Alltag der Jugendlichen zu beziehen.

Alle Teilnehmenden sollten die Möglichkeiten erhalten, ihre Fähigkeiten und Wünsche einbringen zu können, aber auch auf die Wünsche der anderen Teilnehmenden und deren Fähigkeiten wertzuschätzen.

Die Zusammenführung der beiden Teilgruppen mit und ohne Fluchterfahrung ist gut gelungen, es gab ein großes Interesse der Jugendlichen aneinander, deren Lebensalltag und bisheriger Lebenserfahrungen. Sprachschwierigkeiten gab es keine, die Kommunikation erfolgte zumeist auf Deutsch, hilfsweise wurde auf Englisch zurückgegriffen

Diesen gruppenbildenden Einheiten schloss sich Workshops zum Thema „Vielfalt“ und „wie ich selber aktiv gegen Diskriminierung und Ausgrenzung werden kann“ an. Hier waren eigene Erfahrungen Ausgangspunkt der Auseinandersetzung mit dem Thema und stand insbesondere der Austausch zwischen den Jugendlichen mit und ohne Fluchterfahrung im Mittelpunkt. Es gab unter den Teilnehmenden ein großes Interesse an der jeweiligen Lebensgeschichte und Lebensrealität des anderen. Ergebnisse dieser Workshops flossen dann anschließenden Medienwerkstätten ein, in denen die Jugendlichen mit unterschiedlichen Medien (Video, Foto, Comic und Tanz) kleine Medienprodukte erstellten.

Mittwoch, 20. März 2019

„Traditionelles Weihnachtsbaumschlagen mit geflüchteten Schülerinnen und Schülern“


Die Vorbereitung läuft

Im Schuljahr 2017/2018 kam das erste Mal die Idee auf, die Vorweihnachtszeit an der Schule
mit einer Gruppe von Jugendlichen aktiv zu gestalten und viele Kinder und Jugendliche, aber
auch Eltern und Lehrerinnen und Lehrer an der Idee teilhaben zu lassen. So wurde nach den
großartigen Erfahrungen im letzten Jahr für den Dezember 2018 ein Ablauf
zusammengestellt, der unter dem Glanz der Lichter das traditionelle Grün und den Duft
gebackener Kekse ins Schulhaus holen sollte. Gesagt – Getan.

Weihnachtsbaumschlagen

Am 03.12.2018 fuhren die 10 Jugendliche und zwei Betreuer der Theodor-Fontane Oberschule zum Werderaner Tannenhof. Schon die Fahrt dahin war ein Erlebnis für die
jungen Leute aus Somalia, Syrien, Ghana, Afghanistan und dem Irak. Viel miteinander reden,
Austausch Gedanken um das Fest Weihnachten und überhaupt war die Bedeutung der
Familie an sich ein zentrales Thema. Dort angekommen ging es um nicht weniger als zwei
große bis sehr große Tannenbäume, die gefällt werden sollten. Also: Handschuhe an,
geduldig zuhören und erfahren, was zu tun ist und dann einfach gemeinsam machen. Genau
das ist ja für viele eben nicht so einfach und wurde dafür umso mehr gewünscht. Kaum
waren die Bäume gefällt, wurden sie transportbereit hergerichtet. Die Rückfahrt stand an
und alle waren gespannt auf den Transport der Bäume zur Theodor-Fontane-Oberschule
(mit integrierter Primarstufe).

Aufstellen der Bäume

Noch am Nachmittag desselben Tages wurden die Weihnachtsbäume auf dem Schulhof
aufgerichtet. Das ist dann bei mind. 3 Metern Höhe schon eine kleine Kunst, nicht alltäglich
zu sehen und deshalb auch sehnsüchtig von den Kindern und Jugendlichen der Schule
erwartet.

Festlicher Schmuck

Gemeinsam konnten noch am selben Tag die ersten gebastelten Dinge an die Bäume
gehangen werden. Lichterketten ließen die Bäume dann hell erstrahlen. Das erfreute
natürlich nicht nur die Kinder und Jugendlichen, sondern auch die Eltern, Lehrerinnen und
Lehrer. Das Tolle daran war, dass wieder viele aus unterschiedlichen Nationen einbezogen
werden konnten.

MultiKultiBacken

Da die Schule auch eine Schulküche beherbergt, konnten Kinder und Jugendliche und ihre
Eltern dort gemeinsam Plätzchen backen, die dann gemeinsam mit Kinderpunsch auf dem
Weihnachtsbasar am 20.12.2018 an die anderen Kinder, Jugendlichen und Eltern verschenkt
worden sind - Weihnachten eben.

Freitag, 23. November 2018

Sommercamps der Naturfreundejugend


Junior- (11.-20.07.18) und Teenscamp (21.-30.07.) mit jungen Geflüchteten an der Talsperre Spremberg


Bei unserem diesjährigen Junior- und Teenscamp an der Talsperre Spremberg nahmen
insgesamt sechs junge Menschen mit Fluchterfahrung teil. Ein besonderer Erfolg für uns war, dass wir zwei junge Männer für die Tätigkeit als Teamer gewinnen konnten. Von zwei ursprünglich zusätzlich eingeplanten Jugendlichen erhielten wir leider sehr kurzfristig
eine Absage. 
Beide Feriencamps unterschieden sich hauptsächlich durch das Alter, der
Ablauf war im Wesentlichen vergleichbar:
Die Anreise erfolgte mit den meisten Kindern, unter ihnen auch die jungen Geflüchteten,
mit dem Zug von Potsdam über Berlin und Cottbus bis Bagenz. Natürlich begann das
Kennenlernen so schon unterwegs im Zug. Zum Teil brachten die Kinder ihre eigene
Fahrräder mit, für die anderen konnten wir die Fahrräder diesmal über eine vor Ort
ansässige Jugendstiftung preisgünstig ausleihen.
Highlights in der jeweiligen Woche waren vor allem die gemeinsamen Fahrradtouren
durch die wald- und wasserreiche Gegend mit tollen Ausflugszielen wie dem Felixsee mit
klaren, karibisch blauem Wasser, das gemeinsame Kochen und Abwaschen und dem
heißen Wetter entsprechend auch das Baden und Schwimmen im Spremberger Stausee
nebenan. Ein jeweiliger Höhepunkt war die Radtour nach Spremberg mit einer
Geocachingtour durch die Altstadt und anschließendem Eisessen. Statt einer
Nachtwanderung gab es diesmal verschiedene Geländespiele im Dunkeln, die sehr gut
angenommen wurden.
Ein Wermutstropfen war, dass wir unter den Kindern und Jugendlichen mit
Fluchterfahrung im Gegensatz zu den Jahren zuvor keine Mädchen für unsere
Ferienfreizeiten gewinnen konnten.
Wie sehr es den jungen Geflüchteten gefallen hat, war daran zu merken, dass sie beim
Nachtreffen im September (bis auf einen Jungen dessen Familie weggezogen ist) alle
wieder dabei waren. :)

Statistik:

• Teilnahme am Juniorcamp
2 Jungen aus dem Tschad, ein Teamer aus Afghanistan
• Teilnahme am Teenscamp
2 Jugendliche aus Syrien, ein anderer Teamer aus Afghanistan

Grit Gehrau und Robin Bels

Mittwoch, 14. November 2018

Früchtezauber

Deutsch-polnische Kinderbegegnung


Diese Bildungsmaßnahme wurde für 24 Kinder im Alter von 10-13 Jahren mit Wohnsitz in
Deutschland und Polen ausgeschrieben. Es haben 13 Kinder aus Polen und 11 Kinder aus
Deutschland teilgenommen.
Die Begegnung hat bereits zum zweiten Mal stattgefunden und erfreute ich großem Interesse.
Das Thema dieses Projekts lag rund um regionale Früchte und gesunde Ernährung. Einige
Kinder haben zu Beginn des Projektes bereits ausgesuchte Rezepten gebracht. In täglichen
Workshops bearbeiteten die sie selbtgeplückte oder eingekaufte Früchte zu Kuchen,
Marmeladen, Säften. Die Besuche auf dem Obsthof bei Potsdam haben den teilnehmenden
Kindern große Freude gemacht. Neben den Back/Kochworkshops fanden kleine Ausflüge
rund um Potsdam und sportliche Aktivität statt. Zum Abschluss der Begegnung hat eine
selbstorganisierte Party stattgefunden.
Die Förderung „Wir sind Brandenburg“ hat einem geflüchteten Mädchen aus Brandenburg die
Teilnahme an dieser Begegnung ermöglicht.


Mittwoch, 7. November 2018

Ferienfreizeiten der Pfadfinder



Mahmoud ist den Pfadfindern am 02.05.2017 beigetreten und hat jetzt quasi seine zweite Fahrtensaison abgeschlossen. Im Sommer 2018 wurde ihm das Halstuch verliehen. Ich habe Mahmoud im Oktober 2015 kennen gelernt. Er sprach damals weder Deutsch noch Englisch. Besonders letzteres stellte sich im Nachhinein als Vorteil heraus. So war er gezwungen, die deutsche Sprache zu erlernen, was aber durch diverse Wartezeiten zwischen einzelnen Kursabschnitten in den ersten anderthalb Jahren nur sehr schleppend voran ging.

Da Mahmoud der einzige Syrer, ja sogar die einzige Person mit Migrationserfahrung überhaupt in unserer Pfadfindergruppe ist, ist er auf Lagerfahrten ein bzw. zwei Wochen ohne Unterbrechung im "Deutsch-Modus". In seiner Zeit bei den Pfadfindern hat Mahmoud die deutsche Sprache nun so gut gelernt, dass selbst hier geborene türkisch stämmige Jugendliche mehr als erstaunt sind.

Die Pfadfinderei dient u. a. der Erziehung von Kindern und Jugendlichen zu hilfsbereiten, verantwortungsbewussten Menschen. Dabei gibt es die altersmäßige Unterteilung in Stufen (Biber, Wölflinge, Pfadfinder, Rover). Außerdem herrscht das Kleingruppenprinzip, d. h. die Pfadfinder sind z. B. in Sippen zu 3 - 8 Jugendlichen eingeteilt. In seiner Sippe wurde Mahmoud von Anfang an geschätzt und respektiert, was sicherlich sehr zu seinem Wohlbefinden beigetragen hat.

Aber auch zu den Jüngeren (Wölflinge und Biber) hat Mahmoud mit seiner ruhigen Art einen sehr guten Draht. Das gilt sowohl, wenn Kleinere sich weh getan oder Heimweh haben und er sie tröstet als auch, wenn sie z. B. Hilfestellung beim Bogenschießen brauchen.

Desweiteren ist Mahmoud stets hilfsbereit, wenn es z. B. um Arbeitseinsätze jedweder Art auf unserem neuen Pfadfindergelände in Summt geht. Hierdurch hat er schon des öfteren auch andere Jugendliche zur Hilfe motiviert.

Mittwoch, 17. Oktober 2018

Sommerbegegnungsfest im Jahnschul-Viertel

Die Idee für dieses Fest entstand bei 9 Jugendlichen in Kooperation mit dem Bürgerzentrum der Stadt
Wittenberge.
Die Gruppe Jugendlicher setzte sich aus 6 Syrischen sowie 3 Deutschen im Alter zwischen 14- 23
Jahren zusammen. Sie stellten mit nur wenig Unterstützung, ein vielfältiges Programm zusammen,
dass viel Platz für Begegnungen zwischen Jung & Alt sowie Neubürgern & Alteingesessenen schuf.
Die Gruppe setzte sich zunächst mit der Leiterin des Bürgerzentrums in Wittenberge zusammen und
gemeinsam erstellten sie ein grobes Konzept. Mit diesem Entwurf wandten sie sich dann an die
umliegenden Unternehmen, sowie den im Jahnschulviertel ansässigen Vereinen. Diese boten
sogleich ihre Mitarbeit an und so gelang es den Jugendlichen in kürzester Zeit ein buntes und auch
vielseitiges Programm für die Bewohner und ihre Familiendes Viertels zusammenzustellen.
Am Vormittag des 3.Juli 2018 begannen die Aufbauarbeiten sodass um 14 Uhr alle Gäste herzlich
willkommen geheißen werden konnten.
Was erwartete die Gäste?
- Ein reichhaltiges Kaffee-/und Kuchenbuffet
- Zusätzlich backten die Jugendlichen Waffeln mit selbstgemachter roter Grütze, gaben Eis
aus und betreuten einen Getränkestand, an dem es alkoholfreie Cocktails und Softgetränke
gab.
- Zuckerwattemaschine
- ein Stand an dem Freundschaftsbänder geknüpft werden konnten ( ev. Kirchengemeinde)
- Das Nahegelegene Steakhouse bot Minipizzen und Spezialitäten vom Grill an.
- Das Jugendforum bot neben der Werbung in eigener Sache, Kinderschminken mit
anschließendem Erinnerungsfoto sowie eine Kreativecke an.
- Am Stand des Bürgerzentrums hingen zahlreiche Verkleidungsartikel, die dazu einluden sich
für das Erinnerungsfoto „richtig aufzuhübschen“ oder sich bei der Modenschau für Jung und
Alt zu präsentieren.
- Der Häkelclub zeigte, wie einfach Handarbeit ist.
- Es gab zahlreiche Kreativangebote und auch Mitmachaktionen auf dem Gelände des
gegenüberliegenden Hortes sowie zwei Hüpfburgen für die Kinder.

Und natürlich das Bühnenprogramm:
- Aufführung der Theater AG der Jahngrundschule/SOS-Hort
- 2 Linedancegruppen (Junior/ Senior) - beide luden zum Mittanzen ein
- die Jumpstyler
- eine Modenschau
- ein Selbstunterhalter
- und etwas Musik zum Tanzen

Ein Ende des Tages konnten wir ein positives Resümee ziehen. Es sind knapp 300 Besucher vor Ort
gewesen. An allen Ecken konnten wir lachende Gesichter sehen, die mit sehr viel Begeisterung den
Nachmittag genossen.
Das offizielle Ende der Veranstaltung sollte gegen 18 .00 Uhr sein, jedoch waren zudem Zeitpunkt
noch so viele Leute vor Ort, dass wir ein endgültiges Ende erst gegen 19.30 Uhr verkündeten. Dieses
Fest war hinsichtlich der Zielsetzung ein sehr großer Erfolg und wird auf Grund dessen im nächsten
Jahr erneut stattfinden.

Sommerabenteuer

Insgesamt haben 24 Jugendliche im Alter zwischen 13 und 23 Jahren an der Ferienfreizeit
teilgenommen. Darunter waren 9 deutsche, 4 afghanische und 9 syrische Gäste.
Sonne pur, Abenteuer ohne Ende und Spaß bis zum Umfallen.
Eine Woche vor Fahrtbeginn, gab es eine Kennenlernrunde und einige Hinweise zum Verhalten
während der Ferienfahrt. Schon dort zeichnete sich ab, dass die Gruppe gut miteinander harmoniert.
Am Morgen der Abfahrt verlief alles reibungslos. Alle waren glücklich und die Stimmung war
hervorragend. Am Reiseziel angekommen, bezogen alle ihre Zelte. Uns standen 7 Zelte á 6 Betten
und 2 Betreuerzelte zur Verfügung. Im Anschluss erkundeten wir gemeinsam die Umgebung,
machten uns mit den Abläufen auf dem Campingplatz vertraut und erstellten einen groben
Wochenplan mit Aktivitäten und Küchendiensten.
Schon nach den ersten Tagen überarbeiteten wir unseren Ablaufplan. Es war tagsüber einfach viel zu
warm, um weiter entfernte Ausflugsziele anzusteuern. Am 2. Tag machten wir uns deshalb auf den
Weg und besorgten für alle Fahrräder, damit wir vor Ort mobiler waren. Wir nutzten täglich die
Ostsee und die nahegelegene Strandpromenade in Grömitz als Ausflugsziele. Schon am ersten Abend
auf der Promenade, zogen wir viele „komische Blicke“ auf uns. Wir waren eine große Gruppe, mit
unterschiedlich aussehenden und sprechenden Jugendlichen und wir haben durchgehend gelacht.
Das schien bei den meisten Leuten Verwunderung hervorzurufen. Man starrte uns an, redete über
uns und zeigte sogar mit Fingern auf uns. Meine Kollegin und ich beratschlagten einander, wie wir
damit umgehen. In diesem Moment kam eine Frau auf uns zu und bat uns ihr einige Fragen über
unsere Gruppe zu beantworten. Dies taten wir natürlich. Es war ein positives Gefühl, zu sehen, dass
es auch noch Menschen gibt, die nicht hinter dem Rücken reden, sondern offen mit ihren Fragen
umgehen.
Es war schön zu sehen, dass die Handys in dieser Zeit lediglich als Kamera genutzt wurden. Die
Möglichkeiten auf dem Campingplatz waren vielseitig. Fußball, Volleyball, Tischtennis oder auch
Federball zählten täglich zu unseren Aktivitäten. Zudem freundeten sich die Jugendlichen mit
anderen Jugendlichen an, sodass Langeweile überhaupt kein Thema war.
Auch der Fahrradausflug zum Hansa Park, der Lagerfeuerabend, das Übernachten unter freiem
Himmel und die große Wasserschlacht waren weitere Highlights in dieser Woche, die dazu beitrugen,
dass die Gruppe so dicht zusammenrückte.
Am Ende der Woche stellte sich sogar die Frage(seitens der Jugendlichen) den Aufenthalt noch um
weitere 3 Tage zu verlängern. Leider konnten wir das Busunternehmen nicht erreichen, sodass die
Abfahrt wie geplant am Sonntag stattfand. In der Auswertungsrunde wurde einstimmig beschlossen,
diese Fahrt mit genau dieser Gruppe schnellstmöglich zu wiederholen. Ich denke diese Aussage ist
aussagekräftig genug. :)

„Ich will was von der Welt“


An der Ferienkreativwerkstatt „Ich will was von der Welt“ vom 21.-28.7.2018 haben 33 Jugendliche im Alter von 12-18 Jahren teilgenommen, darunter 20 Jungen und 13 Mädchen, die von insgesamt 5 Teamer_innen der Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein betreut wurden. Diese Aktivität wurde frei ausgeschrieben und wir hatten Teilnehmende aus Berlin und Brandenburg. An dieser Maßnahme haben 19 Jugendliche mit Fluchterfahrung teilgenommen, 3 davon aus Brandenburg. Die geflüchteten Jugendlichen haben unterschiedliche Migrationserfahrungen gemacht und sind seit unterschiedlichen Zeitpunkten in Deutschland. Die soziale Zusammensetzung der Gruppe der Jugendlichen ohne Fluchterfahrung war sehr heterogen, einige der Teilnehmenden wohnen zurzeit in Jugendhilfeeinrichtungen, andere in klassischen Familienkonstellationen, andere wieder in Patchworkfamilien. Diese unterschiedlichen Hintergründe bildeten die Herausforderung, die Teilnehmenden zu einer Gesamtgruppe zusammenzuführen, auch insbesondere die Jugendlichen mit und ohne Fluchterfahrung. Dies ist mittels erlebnispädagogischer und anderer teambildender Aktivität gelungen und es entwickelt sich sehr schnell ein Gesamtgruppengefühl.
Ziel der Ferienkreativwerkstatt „Ich will was von der Welt“ war es, die Jugendlichen zum Erkennen und Eintreten für ihre Interessen zu befähigen und so einen Beitrag zur gesellschaftlichen Teilhabe zu leisten. Dieses sollte verbunden werden, den teilnehmenden Jugendlichen eine schöne, erlebnisreiche und aktive Ferienwoche zu ermöglichen. Es ging darum, während der Woche partizipative und demokratische Entscheidungsfindungen zu (er)leben und diese auf den Alltag der Jugendlichen zu beziehen.
Alle Teilnehmenden sollten die Möglichkeiten erhalten, ihre Fähigkeiten und Wünsche einbringen zu können, aber auch auf die Wünsche der anderen Teilnehmenden und deren Fähigkeiten wertzuschätzen.
Die Zusammenführung der beiden Teilgruppen mit und ohne Fluchterfahrung ist gut gelungen, es gab ein großes Interesse der Jugendlichen aneinander, deren Lebensalltag und bisheriger Lebenserfahrungen. Sprachschwierigkeiten gab es keine, die Kommunikation erfolgte zumeist auf Deutsch, hilfsweise wurde auf Englisch zurückgegriffen
Diesen gruppenbildenden Einheiten schloss sich Workshops zum Thema „Vielfalt“ und „wie ich selber aktiv gegen Diskriminierung und Ausgrenzung werden kann“ an. Hier waren eigene Erfahrungen Ausgangspunkt der Auseinandersetzung mit dem Thema und stand insbesondere der Austausch zwischen den Jugendlichen mit und ohne Fluchterfahrung im Mittelpunkt. Es gab unter den Teilnehmenden ein großes Interesse an der jeweiligen Lebensgeschichte und Lebensrealität des anderen. Ergebnisse dieser Workshops flossen dann anschließenden Medienwerkstätten ein, in denen die Jugendlichen mit unterschiedlichen Medien (Video, Foto, Siebdruck) kleine Medienprodukte erstellten.



Donnerstag, 11. Oktober 2018

„Schön-Schräg“

Internationale Jugendbegegnung und generationsübergreifende Veranstaltung Werkwoche vom 02.08 bis 12.08.2018


Die Fortführung der generationsübergreifenden kulturpädagogischen Veranstaltung „Werkwoche“ unter dem diesjährigen Motto „Schön-Schräg“ war eine erfolgreiche Veranstaltung in Hinsicht auf die Gemeinschaftserfahrung und künstlerische Zusammenarbeit der Teilnehmenden.

Jugendliche und Betreuer aus Deutschland, Ukraine und Polen versammelten sich bereits am 2. August in der Ev. Jugendbildungs- und Begegnungsstätte Hirschluch, um einander besser kennenzulernen und sich als internationale Gruppe auf die kommende Großveranstaltung vorzubereiten. Selbst die gemeinsame Unterkunft und Mahlzeiten waren eine tolle Möglichkeit des Kennenlernens und Erfahrungsaustausches. Die einzelnen Programmpunkte, mit dem Ziel der Gruppenintegration und Schaffung einer vertrauter Atmosphäre hatten große Bedeutung in den gruppendynamischen Prozessen. Kennenlernspiele, teambildende Aktivitäten, thematische Spaziergänge, Floßbauaktion, Baden, Kanufahrt, Berlin-Fototour mit selbstgebastelten Masskottchen, und ein Spieleabend waren die wichtigsten Programmpunkte die die internationale Teilnehmer gut zusammengeschweißt haben.

Am Sonntagnachmittag reisten weitere Familien und Jugendlichen an und das künstlerische Programm begann mit einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung und der Vorstellung aller Workshops. Zur Auswahl standen Workshops wie z.B. Digital- bzw. Analogfotografie, Mode Design, Land Art, Zeichnen und Skizzieren, Gesang, Pantomime, Modern Dance usw..

Ab Montag begann ein recht regelmäßiger Tagesablauf. Es fanden täglich, am Vormittag und am Nachmittag, 2 Workshopeinheiten (jeweils 3 Stunden) und verschiedene Abendveranstaltungen statt. Die Teilnehmenden haben durchgehend in dem jeweiligen Workshop mitgearbeitet, den sie am Anfang gewählt haben. Die beiden unbegleiteten jungen Geflüchteten aus der Jugendeinrichtung ALREJU haben in den Workshops Analogfotografie und Modern Dance teilgenommen, wo sie sehr herzlich aufgenommen und in die Gruppe integriert wurden.

Die Abendveranstaltungen im Laufe der Woche (Internationaler Abend, Lagerfeuersingen, Mottoparty, Karaokeabend usw.) haben sehr deutlich zu der Gemeinschaftserfahrung der Teilnehmenden beigetragen und ermöglichten einen persönlichen Kontakt untereinander.

Die Abschlusspräsentationen am Samstag waren klare Nachweise, dass die Teilnehmenden im Laufe der Woche in den einzelnen Workshops gemeinsam Spaß gehabt, sich künstlerisch entwickelt und voneinander gelernt haben.

JULEICA Grundkurs



Jugendleiterschulung des Evangelischen Kirchenkreises Oderland-Spree


Vom 02.04. bis zum 06.04.2018 fand die Jugendleiterschulung des Kirchenkreises Oderland-Spree in der Evangelischen Jugendbildungs- und Begegnungsstätte Hirschluch statt. Insgesamt absolvierten 29 Teilnehmende den Kurs. Einer der Personen war, der aus Syrien stammende Mahmoud Alhessni. Neben ihm gab es keinen weiteren Jugendlichen mit Migrationshintergrund im Kurs.
Die Schulung ist fester Bestandteil der Jugendarbeit des Kirchenkreises und findet mittlerweile zwei Mal im Jahr statt. Sie richtet sich an ehrenamtliche Jugendliche und qualifiziert diese für ihre regelmäßigen Tätigkeiten in Kirchengemeinden und im Kirchenkreis. Entsprechend sind die Ausbildungsbestandteile der Schulung: u. a Spiel- und Erlebnispädagogik, Entwicklung von Kindern und Jugendlichen oder rechtliche Grundlagen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. In den meist intensiven Themen, arbeiten die Teilnehmenden in verschieden Situationen zusammen und lernen sich dabei intensiv kennen. Die Schulung wird von einem hauptamtlichen Team aus dem Kirchenkreis geleitet und durchgeführt. Für den erlebnispädagogischen Teil, kommt ein externer Referent dazu. Aus der Schulung heraus, erfolgt eine Vernetzung mit der Praxis: Schulungsinhalte werden anhand der praktischen Einsatzfelder (z.B. regelmäßige Treffen oder Sommerfahrten) reflektiert und einzelne Bestandteile zukünftig geplant.
Herr Alhessni ist ehrenamtlich tätig in einem der Jugendtreffs in der St. Mariendomgemeinde in Fürstenwalde. Jeden Freitag treffen ca. 20 deutsche Jugendliche und Jugendliche mit Migrationshintergrund. Der Treff wird von einer hauptamtlichen Jugendmitarbeiterin geleitet. Herr Alhessni unterstützt in der organisatorischen Planung und auch inhaltlich. Er ist ein wichtiger Ansprechpartner, der zunehmend auch alleine Verantwortung übernimmt und die Gruppe selbstständig leitet. Daher kam der Intension, Herrn Alhessni mit auf die Jugendleiterschulung zu nehmen, um ihn für seine zukünftige Tätigkeit in der Jugendgruppe zu qualifizieren.
Die Teilnahme von Herrn Alhessni am Kurs war ein voller Erfolg. Er konnte sich von Anfang an sehr gut in die Gruppe einbringen. Spielpädagogische Einheiten unterstützen die Kennlern- und Einstiegsphase. In spätere Themenbereiche hat er sich ebenfalls sehr gut eingebracht. Seine Deutschkenntnisse sind gut. Er konnte referierten Themen folgen und hat an vielen Stellen inhaltliche Rückkopplungen gegeben. Pädagogischer Bestandteil der Jugendleiterschulung ist die Übernahme einer Tagesleitung im Team. Auch dort nutzte er die Möglichkeit für sich, sich vor der Gruppe zu präsentieren. Herr Alhessni wirkte integrierend in der Gruppe und war eine große Bereicherung. 

Viele Inhalte aus der Jugendleiterschulung setzt er nach Beendigung des Kurses in seiner Gruppe um und bereichert dadurch die regelmäßige Arbeit.

Christoph Ritter, Kreisjugendreferent und Leiter der Jugendleiterschulung







„Gipfelstürmer“ - Wander- und Kletterworkshop

vom 10.05.-13.05.18 im Elbsandsteingebirge


Am Donnerstag, den 10.05. früh um 7:30 trafen wir uns als Gruppe in Teltow am S-Bahnhof und
verteilten uns auf die Autos. Da wir diesmal 3 junge Geflüchtete dabei hatten, hatten wir uns
zusätzlich ein Auto gemietet, um alle unter zu bekommen.
Gemeinsam starteten wir dann als Fahrgemeinschaft nach Schmilka. Hier trafen wir den Rest
unserer Wandergruppe und starteten dann gleich zu einer Wanderung durch die Felsen.
Das Wetter war bestens, die Wanderwege waren auf Grund des Himmelfahrtstages gut besucht.
Immer wenn wir auf einen Gipfel mit Aussicht stießen gab es viele die bewundernde Blicke auf die
umliegenden Felsenformationen. Einer unserer Hörpunkte waren die sehr bekannten
Schrammsteine.
Am späten Nachmittag kamen wir wieder an unseren Autos an und fuhren zu unserer Herberge nach
Bahratal. Der Abend verging mit Zimmer aufteilen, gemeinsam kennen lernen und am Lagerfeuer
sitzen sehr schnell.
Am nächsten Tag war unser eigentlicher Klettertag direkt am Felsen. Wir bekamen morgens die
Ausrüstung überreicht und wanderten als Gruppe zum Zauberfelsen ins Bahratal. Da es am Vortag
abends noch geregnet hatte, durften wir nicht gleich an die Felsen. So gab es zwischendurch mitten
im Wald noch ein kleines Slackline- Abenteuer. Verschieden Gurte und Seile wurden zwischen
mehreren Bäumen gespannt und unsere Aufgabe war es jetzt, als Gruppe gemeinsam über den
Parkur zu kommen, ohne dass jemand von uns runterfällt. Diese Aufgabe machte fast allen sehr viel
Spaß und stärkte vor allem unser Gruppengefühl enorm. Als wir dann mittags die Felsen erreichten,
erklärten uns unsere Betreuer, wie man den Gurt anlegt und wie wir uns gegenseitig sicher können.
Nach diesen Vorbereitungen sind wir dann geklettert, jeder wie er konnte. Es waren teils welche da,
die schon mehrere Jahre dabei waren und teils, welche zum ersten Mal. Es hat Spaß gemacht und es
war anstrengend zu gleich, aber es war ein supertolles Gefühl oben zu sein.
Am Samstag sind wir dann wieder wie am Donnerstag gewandert. Diesmal war eine der
Höhepunkte der Abstieg durch die „Wilde Hölle“
Am Sonntag haben wir Sachen gepackt und gefrühstückt und sind als krönender Abschluss in das
Felsenlabyrinth gefahren. Hier muss man den Weg anhand einer Nummerierung von 1 – 26 durch
die Felsen finden. Wir sind dann auf kleinere Felsen geklettert, unter Felsen durch gekrochen und
durch enge Felsspalten gelaufen.
Erfahrungen: wir hatten 3 junge Männer von 18-20 Jahre aus Afghanistan und Syrien dabei. Für sie
war es ein absolutes Highlight einfach auf unseren Wanderungen und beim Klettern dabei zu sein.

Mai 2018

Donnerstag, 4. Oktober 2018

„Willkommen in Hochlland“


Eine fünftägige interkulturelle Begegnung mit politischer Bildung hat in unserer Begegnungsstätte Hochlland vom 03.-07.04.2018 stattgefunden. Insgesamt nahmen an der Maßnahme 22 Kinder teil, davon 2 Kinder mit Fluchterfahrung.
Ziel der deutsch-polnischen Begegnung war es, Kindern aus unterschiedlichen kulturellen und sprachlichen Kontexten einen gemeinsamen Erfahrungsraum zu bieten, der Spaß am selbstbestimmten Lernen und an gesellschaftlicher Teilhabe fördert.

Die Kinder konnten mit Hilfe der Gruppe eigene Stärken herausarbeiten, ihre Interessen vertreten und persönliche Ziele und Werte reflektieren. Dies wurde ermöglicht durch ein sehr offen angelegtes Programm, dem die Rahmenhandlung einer Staatsgründung zugrunde lag. Die Kinder wurden dazu angeregt, sich kreativ mit Rechten und Demokratie auseinanderzusetzen und durch Ausprobieren (szenische Arbeit, Arbeit in Parlamentssimulation) zu erfahren, welche Grenzen ihren eigenen Entscheidungen durch die Interessen anderer gesetzt werden. Oder auch, wie Grenzen im Denken durch Kooperation überwunden werden können.

Im individuellen Handeln mit anderen erarbeiteten sich die Kinder einen persönlichen Zugang zu Kindern aus einem anderen Herkunftsland, bauten Vorurteile ab und lernten rücksichtsvolles Kommunizieren – mit oder ohne Sprache. Somit konnten soziale Kompetenzen intensiv trainiert werden. Lust am Sprachenlernen und –Ausprobieren wurde geweckt.

Die Teilnahme der geflüchteten Kinder war beidseitig bereichernd. Zum einen ermöglichte sie ihnen – wie allen anderen Kindern ohne nationale Differenzierung – Verständnis für Demokratie als Form des wertschätzenden Zusammenlebens aufzubauen und die eigenen Fähigkeiten zur Teilhabe an der Gemeinschaft zu stärken.

Für die Gesamtgruppe trug ihre Teilnahme zum Aufbau eines positiven Verständnisses von Vielfalt bei.



Die Gruppe mit der Landtagsabgeordneten 
Marie-Luise von Halem (B90/Grüne) im Plenarsaal
 des Brandenburger Landtags. Die Kinder durften 
den Landtag erkunden und ihre Fragen zum 
Funktionieren eines Parlaments stellen.










Mittwoch, 12. September 2018

„Gemeinsam unterwegs“

Outdoor-Maßnahme am 23.07.2018

Reise nach Lübben zum Klettern :


Wir waren 10 Menschen aus Finsterwalde, Jugendliche von 14 bis 27 Jahre alt. Wir haben uns in der Hauptbahnhof getroffen,damit wir alle zusammen nach Lübben fahren konnten.Wir haben den Zug genommen .
Danach nahmen wir andere Jugendliche mit. Dort gab es Flüchtlinge aus verschiedenen Ländern. Insgesamt waren wir 17 Jugendliche. Im Lübben machten wir eine Runde durch der Fluss . Es gab besondere Restaurants und Plätze in den Fluss, sodass die Kindern schwimmen konnten.Das war ganz toll .Die Menschen in Lübben sind Nett und freundlich.
Dann sind wir in der Kletterwald-Lübben angekommen .
Es gab Stufen für verschiedene Altern, damit alle Jugendliche klettern können.
Alle Jugendliche hatten dort sozusagen Spaß und Aktion.
Nach 3 oder 4 Stunden sind wir zum Diakonie in Lübben zurück gekommen. Und dort aßen wir Pizza .Es gab viele verschiedene Sorten von Pizza und Saften , damit wir in der Lage sind ,das Essen genießen konnten.Dann sind wir mit dem Zug gefahren und um 20:00 sind wir in Finsterwalde zurück gekommen.

Dieser Tag war toll und hatten wir alle schöne Erinnerungen gesammelt und Lebensfreude gehabt.




Israa Hadla