Mittwoch, 5. September 2018

14. Internationale Jugendkunstsommer vom 05.08. bis 11.08.2018

Frieden ist das Wichtigste. Ohne Frieden ist alles nichts.




In der DGB-Jugendbildungsstätte Flecken Zechlin fand der 14. Internationale Jugendkunstsommer vom 05.08. bis 11.08.2018 mit 50 Jugendlichen aus 6 Nationen statt. In 7 Workshops erprobten sie Ihre Fähigkeiten und bereiteten sich bei saunaähnlichen Temperaturen auf die gemeinsame Präsentation am Freitag den 10.08.2018 vor. Auch in diesem Jahr wurde eine Theaterperformance, ein Film, Graffitibilder, Tanzchoreographien, Musikproduktionen, Holzskulpturen und zum ersten Mal Druckerzeugnisse erarbeitet, was so schweißtreibend im subtropischen Flecken Zechlin war, dass die TeilnehmerInnen mehrmals täglich zur Abkühlung ins Wasser gesprungen sind. Um allen den Badespass zu ermöglichen wurde der Rettungsschwimmer täglich gebucht. Das Thema in diesem Jahr war „Frieden“. Angesichts einer unsicherer werdenden Weltlage machten sich die Jugendlichen Gedanken über Frieden im Großen wie auch im Kleinen. Theresa aus dem Musikworkshop denkt an Ruhe und eine gemeinsame Zeit mit Menschen, die sie mag, wenn sie das Wort Frieden hört.

Sameer (19) aus Syrien, der sich für den Tanzworkshop entschieden hat, sagt, dass er ohne Frieden in seinem Land nicht erforschen kann, ob sein Vater noch lebt, den er seit Jahren nicht gesehen hat. Er wünscht sich endlich Frieden in seinem Land.
Als die Präsentation am Freitag näher rückte und das Lampenfieber einsetzte, begannen die TeilnehmerInnen ihre Werke zu verfeinern und einen Rahmen für die Präsentation zu entwerfen. Pünktlich um 18 Uhr fanden sich die Besucher ein, die von den TeilnehmerInnen freudig begrüßt wurden. Traditionell trat der Musikworkshop mit seinen Songs als letztes auf, um nach dem Konzert gleich in eine große Partie überzuleiten. Es war eine intensive Woche mit vielen Begegnungen untereinander. Der Kontakt zwischen polnischen, tschechischen Jugendlichen und den Geflüchteten ist aufgrund der sprachlichen Hürden erfahrungsgemäß etwas gedämpfter. In diesem Jahr waren diese Hürden nicht wahrnehmbar und es war einfach selbstverständlich wie diese Gruppen miteinander umgingen und ins Gespräch kamen. Am Samstag erfolgte die Auswertung und die Abreise. Der Abschied voneinander fiel sehr schwer.

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