Mittwoch, 5. September 2018

Schachcamp in Heinersdorf



Schach und viel Bewegung!

Schachtraining, Sport und Spiel und jede Menge Badespaß – so lassen sich die 5 Tage Schachcamp in Heinersdorf gut zusammenfassen. 8 Jungen im Alter von 10-15 Jahren versuchten sich in den Sommerferien auf dem Schachbrett. 3 dieser Teilnehmer waren in Heinersdorf lebende Flüchtlingskinder aus Syrien und Albanien. Zusätzlich bekamen wir regelmäßig Besuch von Kindern aus dem Dorf – diese wurden natürlich nicht weggeschickt, sondern durften an den Angeboten teilnehmen. Das in diesem Jahr eröffnete Vereinsgebäude bot gute Voraussetzung für die Kombination Schach und Sport, der Sportplatz lag direkt vor der Tür. Erstmalig wurde, aufgrund der kleineren Teilnehmeranzahl ein Ausflug nach Storkow möglich. Am Dienstag fuhren wir gegen Mittag ins Irrlandia und genossen die Möglichkeiten der Mitmachangebote. Es war ferienbedingt proppevoll, dennoch musste man nirgends lange anstehen und die Zeit verging eigentlich wie im Fluge. Für den Mittwoch und Donnerstag wünschten sich unsere Nachwuchsspieler jeweils einen DVD-Abend und der sonst stattfindende Nintendoabend war erstmals gar kein Thema mehr. Unser Lagerfeuer musste aber sein, für das alle zuvor im Wald Holz gesammelt hatten.

Für den Donnerstag wurden zusätzlich Schachspieler vom SV Briesen und von der BSG Pneumant eingeladen, die in mehreren Durchgängen gegen Nachwuchsspieler auf den 64 Felder kämpften. Alles in allem endeten die Begegnungen Alt gegen Jung unentschieden. Am Freitag wurde ein Simultanspiel für Tobias eingeplant. Tobias spielte doppelrundig mit einer Bedenkzeit von 15 bzw. 30 Minuten je Partie. Das Ergebnis spiegelt seine Überlegenheit wieder. Mit 14,5:0,5 Punkten (ein Remis für Oliver) war er zufrieden.

Hitzebedingt lehnte die Mehrheit große Fahrradtouren, z.B. zur Ausstellung nach Steinhöfel, oder auch den Bau eines Tipi´s ab. Auch die Besichtigung der Milchviehanlage Behlendorf und des Töpferstudios fand nur eine geringe Anhängerschar. Erstmals gab es auch für den Reiterhof nur wenig Nachfrage. Das verwundert vielleicht ein wenig, aber Langeweile kam gewiss nicht auf, denn auch die Teilnehmer hatten mit Pokerkoffer, Werwolfkarten, Wikingerschach und anderen Spielen für sehr viel Abwechslung vorgesorgt. Bei allen Spielen fiel sowohl die Sprachbarriere, die Spielstärke- und der Altersunterschied kaum ins Gewicht.

Als Zeltlager ist das Thema WETTER immer von Bedeutung. Und natürlich hatten wir WETTER, und zwar richtig angenehmes. Es war an allen Tagen angenehm warm und die Regenschauer taten nichts zur Sache, da wir entweder schliefen oder gerade am Trainieren waren.

„Eigentlich war das Camp viel zu schnell vorüber“, reflektierten die Kinder. „Allerdings wären zwei Wochen wieder zu lange.“ Der Mix aus Schach und vielerlei Anderem kam einfach gut an. Für unsere Flüchtlingskinder war dieses Camp eine ganz neue Erfahrung, da ihnen solche Ferienangebote oder -freizeiten bisher nicht bekannt waren. Die Freizeitmöglichkeiten auf dem Dorf sind begrenzt und eine Möglichkeit die Angebote in der Stadt zu nutzen, ist bedingt durch den fehlenden öffentlichen Nahverkehr ebenfalls sehr eingeschränkt.

Alle Teilnehmer durften sich am Freitag ein Andenken aussuchen - sie konnten zwischen Schachkarten, dem Spiel „Schachen“, einem Schachkalender für 2019 und Schokoschachfiguren auswählen. Über diese „Erinnerungsstücke“ freuten sich besonders Fares, Achmad und Ernis.

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